Leib
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[Bearbeiten] Leib (Deutsch)
[Bearbeiten] Substantiv, m
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Leib | die Leiber |
| Genitiv | des Leibes | der Leiber |
| Dativ | dem Leib(e) | den Leibern |
| Akkusativ | den Leib | die Leiber |
Silbentrennung:
- Leib, Plural: Lei·ber
Aussprache:
- IPA: [laɪ̯p], Plural: [ˈlaɪ̯bɐ]
Bedeutungen:
- [1] Körper von Mensch und Tier
- [2] Rumpf
Herkunft:
- von idg. *[s]lei- mit der Bedeutung feucht, schleimig, klebrig, glitschig, insbes. Schlamm, feuchte Erdmasse; von daher sprachlich verwandt mit: Schleim/schleimig, Schleie (Fischart, 'schleimiger Fisch'), schleichen, schleifen, Schlitten und bleiben (kleben bleiben), sowie vor allem leben / Leben - s. engl. life! -, sowie Lehm/lehmig und Leim/leimen
Synonyme:
- [1] Körper, Physis, Gestalt, Figur, Statur (Kerker der Seele - Platon)
- [2] Körper, Bauch, scherzhaft: Korpus
Gegenwörter:
Oberbegriffe:
Unterbegriffe:
- Organ, Körperteil
Beispiele:
- [1] Die Seele schwinget sich wohl in die Luft, juchhe!
- Der Leib allein bleibt auf dem Kanapee.
- [2] Er zog die Arme dicht an den Leib.
Redewendungen:
- [2] Das zieht sich nach dem Leibe. (Stricksachen passen immer)
Charakteristische Wortkombinationen:
- [1] Leib und Blut des Herrn, Leib und Blut Christi; ein schöner, gesunder, kräftiger, zarter, weißer, feingliedriger, schmächtiger, nackter, hagerer, hässlicher, kranker, ausgemergelter, verfallender Leib; zerfetzte, zerrissene, verfaulte, verweste Leiber auf dem Schlachtfeld; der mächtige Leib des Hengstes; der glatte Leib der Schlange oder eines Fisches; seinen Leib kasteien; sie schützten mit ihren Leibern ihr Vaterland; eine Mauer von Leibern bilden; der Leib des großen Staatsmannes wurde in die Nationalflagge gehüllt; sie flog am ganzen Leib (vor Erregung, Angst, Kälte); er zitterte, schwitzte am ganzen Leib; er ist gesund oder krank an Leib und Seele; er besaß oder rettete nur das, was er auf dem Leibe trug; er hatte nichts auf dem Leibe; keinen trockenen Faden auf dem Leib haben (völlig durchnässt sein); bei lebendigem Leibe verbrennen oder begraben; sie verbrannten lebendigen Leibes; jemandem oder sich die Kleider vom Leibe reißen; sich alles auf den Leib hängen (sich herausputzen); der Anzug ist ihm (wie) auf den Leib geschneidert; das reißt ihm fast das Herz aus dem Leibe (erschüttert ihn tief)!; man muss sich ja die Lunge aus dem Leibe schreien (sehr schreien); mir steckt eine Erkältung im Leib; ihm taten alle Knochen im Leibe weh; ich schlage dir sämtliche Knochen im Leibe kaputt; jemandem mit Leib und Seele gehören oder ergeben sein; sich mit Leib und Seele an jemanden oder eine Sache hängen oder sich seinem Beruf verschreiben; er ist mit Leib und Seele Arzt, Musiker, Seemann; mit Leib und Seele bei der Sache sein; Leib und Leben für etwas aufs Spiel setzen; Gefahr für Leib und Leben; jemandem mit Leib und Leben verfallen sein; etwas am eigenen Leibe erfahren; etwas am eigenen L. ausprobieren; sie hatte sich das Geld am eigenen Leibe abgespart; er rückte ihr immer mehr, näher auf den Leib; jemandem mit etwas auf den Leib rücken; diese Rolle ist dem Schauspieler auf den Leib geschrieben; das Amt war ihm auf den Leib zugeschnitten; er hat kein Herz im Leib; als er den Kranken sah, tat ihm das Herz im Leibe weh, drehte es ihm das Herz im Leibe herum; keinen Funken Ehrgefühl, kein Gewissen, keinen Stolz im Leibe haben; sie hat den Teufel im Leibe; er hatte eine Stinkwut im Leibe; bleib mir drei Schritte vom Leibe; bleib mir damit vom Leibe; sich jemanden oder etwas vom Leibe halten; sie hält ihm alle Unannehmlichkeiten vom Leibe; jemandem auf den Leibe rücken; einem Missstand, Unrecht, einer Krankheit, Schwierigkeit zu Leibe gehen; ihm drehte sich das Herz im Leibe rum; da lacht das Herz im Leibe; sich das letzte Hemd vom Leibe reißen.
- [2] er schnürte ihm die Arme an den Leib; die Beine an den Leib ziehen; er fasste sie um den Leib (die Taille); sich für jemandem die Beine aus dem Leibe rennen (jmdn. sehr umsorgen); der Leib des Schiffes (Schiffsrumpf); ein dicker, aufgetriebener, aufgeblähter, fetter, feister Leib; gesegneten Leibes (schwanger) sein; jemandem in oder vor den L. treten; jemandem das Messer in den Leib rennen; gut bei Leibe sein (wohlgenährt); er hat noch nichts im Leibe (noch nichts gegessen); er hat heute nichts (Ordentliches) in den Leib bekommen; er eilte ohne einen (warmen) Bissen im Leib zur Arbeit; er schlug sich den Leib voll (aß übermäßig viel), sich etwas einverleiben; durch Leib und Magen gehen.
Abgeleitete Begriffe:
- [1] der Leibhaftige; Leibarzt, Leibapriori, Leibgarde (Lebensschutz), Leibeserziehung, Leibeskräfte, Leibrente (Lebensrente), Leibesübung, Leibesvisitation, Leibwache, Leibwächter (Lebensschützer), Leibwäsche; Astralleib, Mädchenleib, Menschenleib, Schiffsleib, Schlangenleib, Zelleib (dick-, fett-, schwer-, stark-, volleibig; leibhaftig, leiblich, kurzleibig; beileibe; sich entleiben - sich das Leben nehmen; leibeigen - mit dem Leben zugehörig)
- [2] Leibgericht, Leibspeise, Leibchen (Weste), Leibriemen (Gürtel), Leibschmerzen (Bauchschmerzen), Leibesfülle; Leibesfrucht, Mutterleib, Unterleib; (beleibt; hartleibig [verstopft])
[Bearbeiten] Übersetzungen
Dialektausdrücke:
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Leib“
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