Lawine

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[Bearbeiten] Lawine (Deutsch)

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[Bearbeiten] Substantiv, f

[1] eine Lawine
Kasus Singular Plural
Nominativ die Lawine die Lawinen
Genitiv der Lawine der Lawinen
Dativ der Lawine den Lawinen
Akkusativ die Lawine die Lawinen

Worttrennung:

La·wi·ne, Plural: La·wi·nen

Aussprache:

IPA: [laˈviːnə], Plural: [laˈviːnən]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] große Massen von Eis oder Schnee, die von Bergen ins Tal gleiten oder stürzen
[2] auch im Zusammenhang mit anderen abrutschenden Materialien wie Schlamm oder Geröll
[3] Physik: verschiedene Vorgänge wie Durchbruchvorgänge in Halbleitern oder Gasen
[4] übertragen: eine große Menge

Herkunft:

von schweizerisch „Lauwine“ im 18. Jahrhundert entlehnt, das zurückgeht auf ladinisch lavina < mittellateinisch labina/lavina = „das Rutschen, Gleiten“, von lateinisch lābī → la = „gleiten“[1]

Synonyme:

[2] Erdrutsch

Oberbegriffe:

[1] Naturkatastrophe

Unterbegriffe:

[1] Dachlawine, Fließlawine, Schneelawine, Staublawine, Oberlawine
[2] Gerölllawine, Schlammlawine
[3] Elektronenlawine

Beispiele:

[1] Beinahe jedes Jahr fallen Skitouristen einer Lawine zum Opfer.
[2] Eine Lawine aus Schlamm rollte zu Tal.
[4] Die Heiratsanzeige führte zu einer Lawine von Zuschriften.

Redewendungen:

eine Lawine lostreten (eine Kette weiterer Ereignisse auslösen)

Charakteristische Wortkombinationen:

[1, 2] eine Lawine geht nieder, donnert zu Tal, rollt zu Tal, geht ab, kommt ins Rollen; von einer Lawine erfasst werden, begraben werden

Abgeleitete Begriffe:

lawinenartig, Lawinenabgang, Lawinenbildung, Lawineneffekt, Lawinengefahr, Lawinenhund, Lawinenmultiplikation, Lawinenopfer, Lawinenschutz, Lawinensuchhund, Lawinenunglück, Lawinenverbauung

[Bearbeiten] Übersetzungen

Dialektausdrücke:

  • Oschtirolerisch: [?] lahne
  • Ostmitteldeutsch:

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Lawine
[1, 2, 4] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Lawine
[1, 2, 4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Lawine
[1, 2, 4] canoo.net „Lawine
[1, 2, 4] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonLawine

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Lawine“, Seite 562.
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