Landstreicher

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Landstreicher (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Landstreicher die Landstreicher
Genitiv des Landstreichers der Landstreicher
Dativ dem Landstreicher den Landstreichern
Akkusativ den Landstreicher die Landstreicher

Worttrennung:

Land·strei·cher, Plural: Land·strei·cher

Aussprache:

IPA: [ˈlantˌʃtʀaɪ̯çɐ], Plural: [ˈlantˌʃtʀaɪ̯çɐ]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] jemand ohne festen Wohnsitz, der umherstreift

Herkunft:

Determinativkompositum (Zusammensetzung) aus dem Substantiv Land und dem Stamm des Verbs streichen
Das Wort ist seit dem 15. Jahrhundert belegt.[1]

Synonyme:

[1] Berber, Lumpazivagabundus, Tramp, Vagabund

Weibliche Wortformen:

[1] Landstreicherin

Beispiele:

[1] „Das waren noch Zeiten damals. Als es Landstreicher gab, Streuner, die das ganze Jahr von Dorf zu Dorf zogen, mal arbeiteten, mal bettelten.“[2]
[1] „Klöster und Private unterstützten den bettelnden Landstreicher.“[3]
[1] „Auch Landstreicher fanden sich deshalb selten hin.“[4]

Wortbildungen:

Landstreicherei

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Landstreicher
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Landstreicher
[*] canoo.net „Landstreicher
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonLandstreicher
[1] Duden online „Landstreicher

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „Land“.
  2. Johanna Kutsche: Problemjugendliche auf der Walz. Jugend. In: Zeit Online. 16. April 2009, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 12. Februar 2013).
  3. Salcia Landmann: Jiddisch. Ullstein, Frankfurt/Main, Berlin 1988, ISBN 3-548-35240-5, Seite 416.
  4. Hermann Löns: Der Wehrwolf. In: Hans A. Neunzig (Herausgeber): Hermann Löns, Ausgewählte Werke IV. Nymphenburger, München 1986, ISBN 3-485-00530-4, Seite 7-193, Zitat Seite 37.