Kot
Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
4 Änderungen dieser Version sind noch nicht markiert.
Die gesichtete Version wurde am 21. September 2012 markiert.
Kot (Deutsch) [Bearbeiten]
Substantiv, m [Bearbeiten]
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Kot |
|
| Genitiv | des Kots des Kotes |
|
| Dativ | dem Kot dem Kote |
|
| Akkusativ | den Kot |
|
Worttrennung:
- Kot
Aussprache:
- IPA: [koːt]
- Hörbeispiele: —
- Reime: -oːt
Bedeutungen:
- [1] (meist: tierische) Exkremente; Ausscheidung des Darms
- [2] veraltend: Schmutz
Herkunft:
- seit dem 11. Jahrhundert bezeugt; mittelhochdeutsch: quāt, kāt, quōt, kōt; althochdeutsch: quāt, kōt; aus vordeutsch: *kwǣda-; aus der indogermanischen Wortwurzel: *gewə- [1][2]
Synonyme:
- [1] kindersprachlich: Aa
- [1] veraltet: Unrat
- [1] vor allem Biologie und Medizin: Exkrement
- [1] vor allem Medizin: Stuhl, Stuhlgang, Stoffwechselendprodukt
- [1] auch sanitätspolizeilich, Kollektivum: Fäkalien
- [1] umgangssprachlich, sehr abschätzig: Kacke, Scheiße, Scheißdreck, Schiss
- [2] umgangssprachlich: Dreck, Mist
Gegenwörter:
- [1] flüssige Ausscheidung der Blase: Urin
- [1] von Stalltieren, oft Mischung aus Kot und Einstreu: Mist
- [1] gesammelter Urin von Stalltieren mit Kotanteilen darin: Jauche, Odel
- [1] in den Stoffwechsel aufzunehmende Stoffe: Essen, Fressen, Futter
Oberbegriffe:
Unterbegriffe:
- [1] spezielle Form: Kötel, Kotwurst, Durchfall, (umgangssprachlich, vulgär:) Dünnschiss
- [1] nach ausscheidendem Tier: Hasenkötel, Hundedreck, Hundekot, Katzendreck, Katzenkot, Kuhfladen, (Wild:) Losung, Pferdeapfel, Rossbollen, Vogeldreck, Vogelkot
Beispiele:
- [1] Aus dem Kot der Stalltiere gewinnt man heute mehr und mehr Biogas.
- [2] "Ich steige kaum aus dem Wagen, so werden die Hengste scheu, stampfen und schlagen aus, daß mir - ich bitte Sie! - der Kot über und über an die Beinkleider spritzt." (Friedrich Schiller, Kabale und Liebe, 1. Akt, 6. Szene, zitiert nach Projekt Gutenberg)
Wortbildungen:
Übersetzungen [Bearbeiten]
Dialektausdrücke:
|
|
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Kot“
- [1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Kot“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kot“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Kot“
Quellen:
- ↑ Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 446.
- ↑ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 532.
Ähnliche Wörter:

