Koprolith

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Koprolith (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular 1 Singular 2 Plural 1 Plural 2
Nominativ der Koprolith der Koprolith die Koprolithe die Koprolithen
Genitiv des Koproliths des Koprolithen der Koprolithe der Koprolithen
Dativ dem Koprolith dem Koprolithen den Koprolithen den Koprolithen
Akkusativ den Koprolith den Koprolithen die Koprolithe die Koprolithen

Worttrennung:

Ko·pro·lith, Plural: Ko·pro·li·the, Ko·pro·li·then

Aussprache:

IPA: [kopʀoˈliːt], auch [kopʀoˈlɪt], Plural: [kopʀoˈliːtə], [kopʀoˈliːtn̩], auch [kopʀoˈlɪtə], [kopʀoˈlɪtn̩]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Geologie: mineralisiertes, fossiles (versteinertes) Exkrement
[2] Medizin: steinartige Ansammlung aus verhärtetem Kot, Phosphaten und Schleim im Blinddarm oder Dickdarm

Abkürzungen:

[2] K38.1 (ICD-10: Code für die Diagnose „Appendixkonkremente“)

Herkunft:

Neologismus (Neuwort), gebildet aus den altgriechischen Substantiven κόπρος (kopros) → grcMist, Dünger, Kot, Unrat“ und λίθος (lithos) → grcStein, Fels[1]

Synonyme:

[1] Kotstein
[2] Darmstein, Darmkonkrement, Enterolith, Fekalom, Faecalith

Oberbegriffe:

[1] Fossil
[1, 2] Stoffwechselprodukt
[2] Steinleiden

Beispiele:

[1] „Die in Westphalen gefundenen Koprolithen sprechen ebenfalls für den Aufenthalt der Thiere in den Höhlen.“[2]
[1] „Der schwarze Ueberzug der Koprolithen besteht aus Mangan und Eisen, welche Metalle auch die häufigen Dendriten auf den Knochen bilden.“[2]
[2] Koprolithe können akute Appendizitis verursachen.
[2] „Ursachen sind hyperplastische Lymphfollikel (bei Kindern und Jugendlichen), Verlegung durch Kotsteine (Koprolith), Lageanomalien, Narbenstenosen oder Tumore.“[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Koprolith
[2] Wikipedia-Artikel „Kotstein
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Koprolith
[*] canoo.net „Koprolith
[1] Duden online „Koprolith
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKoprolith
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 764.
[2] Pschyrembel Klinisches Wörterbuch. de Gruyter, Berlin 2002, ISBN 3-11-017213-5 (Buch und CD-ROM-Beil.)

Quellen:

  1. Wilhelm Gemoll: Griechisch-deutsches Schul- und Handwörterbuch. Von W. Gemoll und K. Vretska. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2006, ISBN 978-3-637-00234-0, Seite 474, 502.
  2. 2,0 2,1 Zeitschrift für Naturwissenschaften, Bände 35-36. 1870, Seite 523 (zitiert nach Google Books).
  3. J Rüdiger Siewert: Praxis der Viszeralchirurgie. Gastroenterologische Chirurgie. Springer DE, 2002, ISBN 9783540659501, Seite 558 (zitiert nach Google Books).

Ähnliche Wörter:

Otolith