Kolonne

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Kolonne (Deutsch) [Bearbeiten]

Substantiv, f [Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ die Kolonne die Kolonnen
Genitiv der Kolonne der Kolonnen
Dativ der Kolonne den Kolonnen
Akkusativ die Kolonne die Kolonnen
[1] Kolonne in der Chemie
[2] eine Kolonne von Militärfahrzeugen
[3] unterhalb der 34 kann man zum Beispiel auf die Kolonne 1,4,7,...,34 setzen

Worttrennung:

Ko·lon·ne, Plural: Ko·lon·nen

Aussprache:

IPA: [koˈlɔnə], Plural: [koˈlɔnən]
Hörbeispiele: —, Plural:
Reime: -ɔnə

Bedeutungen:

[1] Chemie: Apparatur zum Trennen von Dampfgemischen
[2] geordnete sich vorwärts bewegende Schar
[2a] Gruppe von Fahrzeugen, die über längere Zeit hinweg in gleichem Tempo und Abstand fährt
[2b] ein geschlossener Verband von Verkehrsteilnehmern, für den gesonderte Regeln in der Straßenverkehrs-Ordnung gelten
[3] Roulette: Setzfigur
[4] senkrechte Reihe von Zahlen oder Buchstaben

Herkunft:

von französisch: colonne → fr = Säule, „senkrechte Reihe“ im 18. Jahrhundert entlehnt; aus lateinisch: columna → la = „Säule[1][2]; vergleiche Kolonnade, Kolumne

Synonyme:

[2b] Verband

Unterbegriffe:

[1] Schleuderkegelkolonne, Destillationskolonne
[2] Wagenkolonne, Fahrzeugkolonne, Flüchtlingskolonne, Panzerkolonne

Beispiele:

[1] Eine Kolonne ist eine recht hohe Apparatur. Ganz oben werden die leichtflüchtigen Gase destilliert.
[2] "In vollkommenem Schweigen rückten Gandhis Männer vor und machten etwa hundert Meter vor den Absperrungen halt. Eine ausgewählte Kolonne löste sich aus der Menge, durchwatete die Wassergräben und näherte sich den Stacheldrahtverhauen."[3]
[2a] "Seit 20 Minuten schleichen wir mit 60 km/h hinter einer Kolonne aus polnischen, tschechischen, litauischen und niederländischen 40-Tonnern her."[4]
[2b] "Eine Kolonne von gepanzerten Geländewagen setzt sich in Bewegung."[5]
[3] "Zwar wusste ich, dass man auf einzelne Zahlen, Rot oder Schwarz setzen kann, aber die vielen Kombinationsmöglichkeiten - Kolonnen, Transversalen oder Carré - kannte ich nicht."[6]
[4] "Er beobachtet jenen Bildschirm auf dem Spieltisch, ein Schachbrett ist abgebildet, rechts unten bewegen sich Kolonnen von Zahlen und Buchstaben."[7]
[4] "Allerlei Schriftsteller und Journalisten bedienen sich seiner, drechseln Kolonnen von Nebensätzen mühsam zu einem Satzgefüge, dichten ellenlange Einschübe oder reißen zusammengesetzte Verben auseinander."[8]

Redewendungen:

fünfte Kolonne

Wortbildungen:

[2] Kolonnenspitze
[4] Kolonnenüberschrift


Übersetzungen [Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] Wikipedia-Artikel „Kolonne
[1, 2, 4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kolonne
[2] canoo.net „Kolonne
[2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKolonne

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 428.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Seite 511.
  3. Gandhis Salzmarsch, Welt Online, 05.05.2008
  4. Die Last der Autobahn, Welt Online, 05.07.2008
  5. Deutsche Elitesoldaten üben für den Ernstfall, Welt Online, 01.07.2008
  6. Kugel, Kugel komm rüber!, Welt Online, 27.08.2007
  7. Um die Ehre des Menschen, Welt Online, 02.12.2006
  8. Gefangen im Labyrinth der Schachtelsätze, Welt Online, 10.09.2007

Ähnliche Wörter:

Kolone