Klause
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Klause (Deutsch) [Bearbeiten]
Substantiv, f [Bearbeiten]
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Klause | die Klausen |
| Genitiv | der Klause | der Klausen |
| Dativ | der Klause | den Klausen |
| Akkusativ | die Klause | die Klausen |
Worttrennung:
- Klau·se, Plural: Klau·sen
Aussprache:
- IPA: [ˈklaʊ̯zə], Plural: [ˈklaʊ̯zn̩]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
- Reime: -aʊ̯zə
Bedeutungen:
- [1] Behausung eines Einsiedlers, Einsiedelei
- [2] kleine Wohnung, kleines Zimmer, in dem man ungestört ist
- [3] Schlucht, Talenge, Engpass (besonders in den Alpen)
- [4] Klosterzelle
- [5] Teilfrucht von Raublattgewächsen und anderen
- [6] Flößerei: Wehr, das ein Gewässer aufstaut
Herkunft:
- seit dem 8. Jahrhundert bezeugt; mittelhochdeutsch: klūse; althochdeutsch: klūsa; aus dem mittellateinisch clusa → la = „Klosterzelle, Zelle, Einsiedelei“ entlehnt; zu clausa, Partizip Perfekt Passiv (Femininum) vom Verb: claudere → la = „verschließen, zusperren“ gebildet;[1][2] vergleiche Klausel, exklusiv und Kloster
Synonyme:
- [1] Einsiedelei
- [2] Butze (umgangssprachlich, berlinerisch)
- [3] Schlucht, Talenge, Pass
- [6] Klausdamm
Beispiele:
- [1] Er zog sich in eine Klause zurück.
- [1] „Zehn Jahre später entstand neben seiner Klause das unscheinbare »Capellgen Hagen«.“[3]
- [2] Ich habe mir eine gemütliche Klause eingerichtet.
- [3] Nun müssen wir nur noch die Klause überqueren.
- [4] Die Nonne saß in ihrer Klause.
- [5] Ein Rauhblattgewächs entwickelt einsamige Klausen.
- [6] Die Klause kann man mittels eines Verschlusses öffnen und schließen.
Wortbildungen:
Übersetzungen [Bearbeiten]
|
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [3–6] Wikipedia-Artikel „Klause“
- [1, 2, 4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Klause“
- [1–4] Duden online „Klause“
Quellen:
- ↑ Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 410.
- ↑ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Seite 493.
- ↑ Wolfgang Trappe: Eichsfeld, Hexen und Geschichte. Mecke, Duderstadt 1994, ISBN 3-923453-62-0, Seite 14.