Klagelied

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Klagelied (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ das Klagelied die Klagelieder
Genitiv des Klagelieds
des Klageliedes
der Klagelieder
Dativ dem Klagelied den Klageliedern
Akkusativ das Klagelied die Klagelieder

Worttrennung:

Kla·ge·lied, Plural: Kla·ge·lie·der

Aussprache:

IPA: [ˈklaːɡəˌliːt], Plural: [ˈklaːɡəˌliːdɐ]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Musik: Ein Lied in der Form einer Klage
[2] Religion, im Plural Klagelieder: Ein Buch des Alten Testamentes, das die Zerstörung des Tempels (587 v. Chr.), den Verlust der staatlichen Unabhängigkeit Judas und die Gefangenschaft seiner Einwohner in Babylonien thematisiert. Dieses Buch wird häufig dem Propheten Jeremias zugeschrieben, was aber nach neueren Forschungen nicht mehr aufrechterhalten werden kann.
[3] Literatur: literarische Gattung kurzer lyrischer Formen, deren Inhalt eine Klage ist
[4] allgemein: gleiche Bedeutung wie Klage

Herkunft:

Determinativkompositum aus den Substantiven Klage und Lied

Synonyme:

[1] Klagegesang
[2] lateinisch: Lamentationes, Griechisch: θρῆνοι (thrènoi)

Sinnverwandte Wörter:

[1] Threnodie

Beispiele:

[2] Die Klagelieder wurden lange Zeit dem Propheten Jeremia zugeschrieben.
[3] „Kein Heldenlied erzählt von den Taten der Triumphierenden, kein Klagelied schildert die Leiden der Unterlegenen.“[1]

Redewendungen:

[4] ein Klagelied anstimmen

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] Klagelieder des Jeremias

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 3] Wikipedia-Artikel „Klagelied
[1–4] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Klagelied
[1, 4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Klagelied
[(1)] canoo.net „Klagelied
[(3)] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKlagelied
[1] The Free Dictionary „Klagelied
[1, 3] Duden online „Klagelied

Quellen:

  1. Angelika Franz: Reicher Bauer, großer Stall. In: Norbert F. Pötzl, Johannes Saltzwedel (Hrsg.): Die Germanen. Geschichte und Mythos. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2013, ISBN 978-3-421-04616-1, Seite 41-52, Zitat Seite 42.