Junggeselle

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Junggeselle (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Junggeselle die Junggesellen
Genitiv des Junggesellen der Junggesellen
Dativ dem Junggesellen den Junggesellen
Akkusativ den Junggesellen die Junggesellen

Worttrennung:

Jung·ge·sel·le, Plural: Jung·ge·sel·len

Aussprache:

IPA: [ˈjʊŋɡəˌzɛlə], Plural: [ˈjʊŋɡəˌzɛlən]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] unverheirateter Mann

Herkunft:

Im 15.Jahrhundert war damit der auf Wanderschaft befindliche junge Handwerksgeselle gemeint. Seit dem 16.Jahrhundert bezeichnet Junggeselle den unverheirateten jungen Mann im Unterschied zum Ehemann und später jede ledige Person. Als Antonym zur Jungfrau ist damit auch gemeint, keinen Geschlechtsverkehr gehabt zu haben.[1]

Sinnverwandte Wörter:

Junker, Hagestolz, umgangssprachlich: Jungfrau, veraltet: Agamist

Gegenwörter:

[1] Jungfrau
[1] Ehemann

Oberbegriffe:

[1] Mann

Beispiele:

[1] Ihr Sohn ist schon 64 Jahre alt und immer noch Junggeselle.
[1] Severin ist ein überzeugter Junggeselle — er wird wohl nie heiraten.
[1] „Er ist ja ein Junggeselle, und seine Besorgnisse auf diesem Gebiet sind nie weiter gegangen, als daß die Freundin jedesmal ihre Sache in Ordnung gehabt hat.“[2]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Lautsprecherbild -> (Info)gefragter Junggeselle, Lautsprecherbild -> (Info)begehrter Junggeselle

Wortbildungen:

Junggesellenabschied, Junggesellenbude, Junggesellendasein, Junggesellenwohnung, Junggesellenzeit

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Junggeselle
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Junggeselle
[1] canoo.net „Junggeselle
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonJunggeselle

Quellen:

  1. Brockhaus 2004, Junggeselle
  2. Hans Fallada: Kleiner Mann - was nun?. Roman. 4. Auflage. Aufbau Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-7466-2676-5, Seite 223. Erstveröffentlichung 1932.