Homologie
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Homologie (Deutsch) [Bearbeiten]
Substantiv, f [Bearbeiten]
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Homologie | die Homologien |
| Genitiv | der Homologie | der Homologien |
| Dativ | der Homologie | den Homologien |
| Akkusativ | die Homologie | die Homologien |
Worttrennung:
- Ho·mo·lo·gie, Plural: Ho·mo·lo·gi·en
Aussprache:
- IPA: [ˌhomoloˈɡiː], Plural: [ˌhomoloˈɡiːən]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
- Reime: -iː
Bedeutungen:
- [1] Philosophie der Stoa: Übereinstimmen des Handelns mit der Vernunft und dadurch auch mit der Natur
- [2] Biologie: Übereinstimmung von biologischen Strukturen (Organe, Makromoleküle et cetera) oder Verhaltensanteilen hinsichtlich ihrer Entwicklungsgeschichte und nicht in Hinsicht auf ihre Funktion
- [3] Mathematik, Topologie, Algebra: Folge von mathematischen Objekten
Herkunft:
- von dem griechischen Substantiv ὁμολογία (homologia) → grc ‚Übereinstimmung, Eintracht‘.[1] Der philosophische Terminus wurde in die Mathematik und die Naturwissenschaften übertragen.[2]
- [2] der biologische Fachterminus Homologie wurde 1848 von Richard Owen geprägt.[3][4]
Synonyme:
- [2] Verwandtschaft
Gegenwörter:
- [2] Analogie, Konvergenz
- [3] Kohomologie, Homotopie
Beispiele:
- [1] In der phytagoräischen Auffassung bedeutet Homologie sogar die Ähnlichkeit und Übereinstimmung des eigenen Lebens und Handelns mit Gott.[2]
- [2] „Zum Nachweis von Homologien und damit von Verwand[t]schaft bedient sich die vergleichende Biologie bestimmter Homologiekriterien.“[5]
- [2] Man brauchte einige Zeit, um die Homologie zwischen den Füßen von Pferd und Nashorn festzustellen.
- [3] Eine perspektive Kollineation heißt Homologie, wenn Achse und Zentrum nicht indizieren, andernfalls Elation.[6]
Wortbildungen:
- [2] Homologiekriterium
- [3] Homologiegruppe
Übersetzungen [Bearbeiten]
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [2] Wikipedia-Artikel „Homologie (Biologie)“
- [3] Wikipedia-Artikel „Homologie (Mathematik)“
- [1] Georgi Schischkoff (Hrsg.): Philosophisches Wörterbuch / begr. von Heinrich Schmidt. Kröners Taschenausgabe, Bd. 13. 21., von Georgi Schischkoff neu bearbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 1982, ISBN 3-520-01321-5, Seite 287, Artikel "Homologie"
- [1, 2] Brockhaus-Enzyklopädie. Neunzehnte, völlig neu bearbeitete Auflage. Band 33: Das große Fremdwörterbuch, F.A. Brockhaus GmbH, Leipzig/Mannheim 2001, ISBN 3-7653-1273-8, DNB 96088999X, „Homologie“, Seite 561
Quellen:
- ↑ Brockhaus-Enzyklopädie. Neunzehnte, völlig neu bearbeitete Auflage. Band 33: Das große Fremdwörterbuch, F.A. Brockhaus GmbH, Leipzig/Mannheim 2001, ISBN 3-7653-1273-8, DNB 96088999X, „Homologie“ Seite 561
- ↑ 2,0 2,1 Georgi Schischkoff (Hrsg.): Philosophisches Wörterbuch / begr. von Heinrich Schmidt. Kröners Taschenausgabe, Bd. 13. 21., von Georgi Schischkoff neu bearbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 1982, ISBN 3-520-01321-5, Seite 287, Eintrag „Homologie“
- ↑ Richard Owen: On the archetype and homologies of the vertebrate skeleton, London 1848
- ↑ Joachim Ritter (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Philosophie. Bd. 3., G - H, Schwabe, Basel 1974, ISBN 978-3-7965-0115-9, Seite 1179, Eintrag „Homologie“.
- ↑ Gerhard Czihak, Volker Blüm; Gerhard Czihak (Hrsg.): Biologie. Ein Lehrbuch. 3. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg/New York 1981, ISBN 3-540-09363-X, DNB 810200589, Seite 804.
- ↑ Fritz Reinhardt, Heinrich Soeder: dtv-Atlas zur Mathematik. 6. Auflage. Band 1, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1984, ISBN 3-423-03007-0, Seite 141.