Holocaust

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Holocaust (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Holocaust die Holocausts
Genitiv des Holocaust
des Holocausts
der Holocausts
Dativ dem Holocaust den Holocausts
Akkusativ den Holocaust die Holocausts

Hinweis:

Das Wort „Holocaust“ wurde von der GfdS zum Wort des Jahres 1979 gekürt.

Worttrennung:

Ho·lo·caust, Plural: Ho·lo·causts

Aussprache:

IPA: [ˈhoːloˌkaʊ̯st],[1] [ˌholoˈkaʊ̯st];[1] angliziert: [ˈhɔləˌkɔːst],[2][3] Plural: [ˈhoːloˌkaʊ̯sʦ], [ˌholoˈkaʊ̯sʦ]; angliziert: [ˈhɔləˌkɔːsʦ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Holocaust (Info), —; —, Plural: —, —; —

Bedeutungen:

[1] ohne Plural; historisch: massenhafte, systematische Verfolgung, Gettoisierung und Vernichtung europäischer Juden durch das nationalsozialistische Deutschland, die Shoah
[2] ohne Plural; historisch: allgemeiner nationalsozialistische Vernichtungspolitik, insbesondere Shoah und Porajmos
[3] massenhafte Vernichtung menschlichen Lebens

Herkunft:

seit dem 20. Jahrhundert bezeugt;[4] Entlehnung aus englisch holocaust → enBrandkatastrophe, Inferno; Katastrophe, Zerstörung; Massenvernichtung“;[4][3][2][5][6] dort übertragen aus dem biblischen Kontext, in dem es „Brandopfer“ bedeutet;[4][6] dieses geht zurück auf gleichbedeutend spätlateinisch holocaustum → la n (vergleiche »Holokaustum«),[4][6][3][5] das seinerseits griechisch ὁλοκαύστωμα (holokaústōma) → grc n[4] beziehungsweise ὁλόκαυστον (holókauston) → grc (vergleiche »Holokauston«)[6][2][7][8] entstammt; diese sind eine Ableitung zu ὁλόκαυστος (holókaustos) → grcvöllig verbrannt“,[2][5][6] welches zusammengesetzt ist aus όλος (hólos) → grcganz, völlig[4][6][8] und καυστός (kaustós) → grcverbrannt“,[2][6][8] ein Deverbativ von καίεν (kaíein) → grcverbrennen, verwüsten“;[4][6] die Bildung des altgriechischen Wortes im Zuge der Bibelübersetzungen stellt eine Lehnformung dar des hebräischen Begriffs עֹלָה‎ (CHA: ʿōlāh→ he ‚Opfer zu Ehren Jahwe, das vollkommen verzehrt oder völlig verbrannt wurde, Ganzopfer‘, eigentlich „das, was (zur Gottheit) aufgestiegen ist oder (der Gottheit) dargebracht wurde[7][9] – beim antiken Opfer wurden normalerweise nur Teile des Opfertiers verbrannt, deshalb die besondere Erwähnung;[4] der Ausdruck wurde im Französischen und Englischen gelegentlich für „Massenvernichtung“ gebraucht (beispielsweise für Verluste im Krieg, Feuersbrunst), dann bezogen auf den Massenmord an den Juden im zweiten Weltkrieg;[4] das englische Wort in dieser Bedeutung gelang schließlich durch den Titel einer 1979 ausgestrahlten amerikanischen Fernsehserie namens Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiß in die deutsche Sprache[10] (bisweilen auch in der sich nicht durchgesetzten Schreibweise »Holokaust« in Anlehnung an die älter bezeugten Wörter »Holokaustum« und »Holokauston«)[8] und wurde sodann appellativ gebraucht.[4]

Synonyme:

[1] Judenmord, Judenvernichtung, Massenmord an den europäischen Juden, Schoah/Shoah; sinnbildlich: Auschwitz; nationalsozialistisch euphemistisch: Endlösung
[3] Massenmord, Massenvernichtung

Sinnverwandte Wörter:

[1] Judenverfolgung, Judenpogrom, Pogrom
[3] Demozid, Genozid, Gruppenmord, Völkermord
[3] gehoben: Auslöschung; Ausmerzung, Ausrottung; veraltet: Extinktion

Oberbegriffe:

[1] Massenmord, Völkermord
[1–3] Verbrechen gegen die Menschheit, Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Beispiele:

[1] „Auch die israelische Forschungsliteratur beschäftigt sich überwiegend mit der Psychologie des Holocaust und versucht aus den Ergebnissen heraus Verbindungen zum Terrorismus im Nahen Osten herzustellen.“[11]
[1] „In erster Annäherung schien es ein Rätsel zu sein, weshalb sich das wiedergegründete Frankfurter Institut für Sozialforschung nicht schwerpunktmäßig den naheliegenden Aufgaben der empirischen Forschung über die NS-Zeit und Nachkriegs-Deutschland verschrieben hat, über Täter und Opfer, Mitläufer und Helfer, Holocaust, Autoritarismus und Faschismus zu forschen, die Lehren zu ziehen und dann an deren praktischer Umsetzung im Erziehungssystem mitzuwirken. […] Nur in einer unglücklichen Phantasie kann davon geträumt werden, was Fromm, Frenkel-Brunswik, Lazarsfeld und Jahoda — in intellektueller Kooperation mit einem wohlhabenden Frankfurter IfS — in Deutschland für die Sozialforschung hätten bewirken können: über Nationalsozialismus, Holocaust und deren sozialpsychologische Mitbedingtheit durch die autoritären Persönlichkeiten.“[12]
[1] „Vor dem Hintergrund der Zunahme von Völkermordleugnungen und Revisionismus Anfang der 1990er Jahre sah sich der Gesetzgeber verpflichtet, die bloße Leugnung des Holocausts ausdrücklich unter Strafe zu stellen.“[13]
[1] „Stichworte hierzu sind die Zerstörung rechtsstaatlicher Strukturen im Innern, die Entfesselung des Zweiten Weltkriegs nach außen und das Gesamtgeschehen des Holocausts.[14]
[1] „Im arabischen und islamischen Kulturraum jedenfalls ist bis heute die Einschätzung weit verbreitet, letztendlich seien die Palästinenser über die Staatsgründung Israels, die als eine Konsequenz des Holocaust gedeutet wird, Folgeopfer des europäischen Antisemitismus und speziell des nationalsozialistischen Rassenwahns geworden; eine These, die freilich nicht nur dort vertreten wird.“[15]
[1] „Aus diesem Anlass zeigt das Deutsche Historische Museum eine Ausstellung zum Holocaust, dem nationalsozialistischen Völkermord an sechs Millionen Juden.“[16]
[1] „Die Deutschen sind für den Holocaust, die industriell betriebene Massentötung der Juden, verantwortlich.“[17]
[1] „Für die meisten von uns ist die Judenverfolgung der Nationalsozialisten ein durch Medien vermittelter Teil der Geschichte. Wenn wir uns ‚erinnern,‘ haben wir Medienbilder vor Augen, ja sogar die Bezeichnung ‚Holocaust‘ hat sich nach der Sendung der amerikanischen Miniserie als Standardbezeichnung für den Massenmord am europäischen Judentum etabliert.“[18]
[2] „Auf den Brunnenrand ist auf Englisch und Deutsch das Gedicht „Auschwitz“ des italienischen Dichters Santino Spinelli eingraviert, der selbst Roma ist. In eindringlichen Worten beschreibt das Gedicht das Leid der Holocaust-Opfer.“[19]
[3] „Vor kurzem haben wir lebensgeschichtliche Interviews mit ungarischen rechtsextremen Jugendlichen gemacht, aus denen u.a. hervorging, dass zum einen die Eltern, Großeltern und die in ihrer Nähe lebenden Erwachsenen sie den Antisemitimus »lehren«, zum anderen, dass dieser Antisemitismus eng mit dem Schuldgefühl für die während der Shoa auf der Seite der Verfolger stehenden Großeltern verbunden ist. Die daraus resultierende narzisstische Selbstpräsentation möchte ich mit zwei kurzen Beispielen illustrieren:
[…]Ich habe auch unzählige jüdische Bekannte und wir verstehen uns sehr gut, es gibt keine Probleme, also, nur weil jemand MIÉP-ler ist, schließt das noch nicht aus, dass er solche Beziehungen oder Freunde oder Bekannte hat, es empfinden einfach nur deshalb unzählige Menschen zu Hause eine Abneigung gegen die Juden, weil sie dauernd über Wiedergutmachung und Holocaust reden, obwohl es auch im Kommunismus und zu anderen Zeiten mehrere Tausend Opfer von Völkermord gab. Also, dieser Holocaust, der existiert nicht, denke ich, denn wenn es den jüdischen Holocaust gibt, dann könnte es genauso gut noch tausend andere Holocausts geben, weil unzählige Menschen in Tschetschenien hingerichtet worden sind, was man genauso gut als Völkermord bezeichnen kann, auch in Jugoslawien im jetzigen Krieg, in Kroatien, also man könnte unzählige solcher Holocausts machen. (Balázs, 18 Jahre alt).“[20]
[3] „In einem Urteil vom 15.3.1994 betrachtet der BGH die Leugnung der Holocausts als eine Verletzung des Schutzbereichs des § 189 StGB.“[13]
[3] „Hamad schrieb weiter, […] dass der Holocaust nicht auf die Juden beschränkt ist, sondern das andere Holocausts an anderen Völkern und Rassen verübt werden.“[21]
[3] „Während und nach der Eskalation im Gazastreifen benutzten die palästinensischen und arabischen Medien den Ausdruck "Holocaust" in unterschiedlichen Zusammenhängen: "der Holocaust im Gazastreifen", "der israelische Holocaust" (um ihn gegen den Holocaust an den Juden abzugrenzen), "der zionistische Holocaust", " die Shaheeden des Holocausts", sie behaupteten, Israel drohe mit einem "Holocaust" an den Palästinensern, "Opfer des Holocaust", eine Ausstellung im Andenken an die palästinensischen Kinder, die im "Holocaust" getötet worden waren usw. usw. Der Palästinensische Islamische Dschihad drohte mit einen "Holocaust für jeden Holocaust" .... Angesichts des Erfolgs dieser Medienkampagne, rief Dr. Hassan Abu Hashish, Staatssekretär in der Informationsabteilung der Regierung von Ismail Haniya, zu einem verstärkten Einsatz des Ausdrucks "Holocaust, als Ausdruck, der das andauernde zionistische Massaker von Palästina beschreibt” (Felesteen, 18. März 2008).“[21]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] des Holocaust/Holocausts gedenken
[3] ein atomarer Holocaust, ein nuklearer Holocaust

Wortbildungen:

[1] Holocaustforschung/Holocaust-Forschung, Holocaustleugnung/Holocaust-Leugnung, Holocaustmahnmal/Holocaust-Mahnmal, Holocausttheologie/Holocaust-Theologie
[1, 2] Holocaustlüge, Holocaustkult, Holocaustmärchen, Holocaustreligion
[1–3] Holocaustopfer/Holocaust-Opfer, Holocaust-Überlebende, Holocaustüberlebender/Holocaust-Überlebender
[3] Roter Holocaust

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 3] wissen.de – Wörterbuch „Holocaust
[1] Wikipedia-Artikel „Holocaust
[1, 3] Duden online „Holocaust
[*] canoo.net „Holocaust
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonHolocaust
[1, 3] The Free Dictionary „Holocaust
[1, 3] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Holocaust
[1, 3] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 844
[1, 3] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 565

Quellen:

  1. 1,0 1,1 Max Mangold: Duden-Aussprachewörterbuch (Duden Band 6), 6. überarbeitete und aktualisierte Auflage, Dudenverlag, Mannheim 2005, Seite 408, ISBN 9783411040667.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 844
  3. 3,0 3,1 3,2 Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 565
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 4,5 4,6 4,7 4,8 4,9 Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 419
  5. 5,0 5,1 5,2 wissen.de – Wörterbuch „Holocaust
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 6,5 6,6 6,7 Hans-Dieter Zimmermann: Holokauston, holocaustum, holocaust. Die Bedeutung des Wortes ‚Holocaust‘, Die Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte 12, 1997, Seite 1120–1123.
  7. 7,0 7,1 Yad Vashem Shoah Resource Center: Holocaust. Abgerufen am 2. Dezember 2010 (PDF, Englisch).
  8. 8,0 8,1 8,2 8,3 Peter Eisenberg: Das Fremdwort im Deutschen, Walter de Gruyter, Berlin/New York [erscheint 2011]. Vorabdruck in: Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung (DASD): Holokaust/Holocaust. Abgerufen am 02. Dezember 2010.
    Der Original-Link http://www.deutscheakademie.de/sprachkritik/?p=91 ist nur durch entsprechende Anmeldung einsehbar.
  9. Morris Jastrow Jr., J. Frederic McCurdy, Kaufmann Kohler, Louis Ginzberg: BURNT OFFERING (englisch); In: Isidore Singer, Cyrus Adler (Hrsg.): The Jewish Encyclopedia, Seite 439, abgerufen am 2.12.2010; Zitiert nach http://www.jewishencyclopedia.com/.
  10. Wikipedia-Artikel „Holocaust
  11. Siegfried Höfling: Schwerpunktthema. Die Psychologie des Terrorismus. Einführung (PDF), In: Hanns-Seidel-Stiftung e.V., (Hrsg.): Politische Studien. Zweimonatszeitschrift für Politik und Zeitgeschehen, 386, 53. Jahrgang, Atwerb-Verlag KG, November/Dezember 2002, Seite 19, ISSN 0032-3462, abgerufen am 2.12.2010.
  12. Jochen Fahrenberg, John M. Steiner: Adorno und die autoritäre Persönlichkeit (PDF), Seite 12; In: Prof. Dr. Jürgen Friedrichs, Prof. Dr. Karl Ulrich Mayer, Prof. Dr. Wolfgang Schluchter (Hrsg.): Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie (KZfSS), Jahrgang 56, Heft 1, VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, März 2004, Seite 127–152, doi:10.1007/s11577-004-0006-3, abgerufen am 5.9.2014; Zitiert nach http://www.jochen-fahrenberg.de/ und http://www.vsjournals.de/.
    Im ersten Satz ist das Wort »nicht« im Original kursiv gesetzt.
  13. 13,0 13,1 Sarkis Bezelgues: Zur Strafbarkeit der Völkermordleugnung – zugleich ein Kommentar zu OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss v. 17. März 2006 – OVG 1 S 26.06 (PDF), Seite 3, abgerufen am 2.12.2010; Zitiert nach http://www.aga-online.org/ (PDF am Ende der Seite).
  14. Rolf Zimmermann: Was heißt historische Verantwortung? Ein systematischer Grundriss zum Verhältnis von Moral und Geschichte; In: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, Band 54, Nummer 6, Dezember 2006, Seite 854, doi:10.1524/dzph.2006.54.6.853, abgerufen am 2.12.2010.
    Der Original-Link http://www.oldenbourg-link.com/doi/pdf/10.1524/dzph.2006.54.6.853 ist nur mit entsprechender Anmeldung einsehbar.
  15. Gert Krell: Schatten der Vergangenheit: Nazi-Deutschland, Holocaust und Nahost-Konflikt (PDF), In: HSFK-Report 7/2008, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, 2008, Seite 3, ISBN 9783937829753, abgerufen am 2.12.2010.
  16. Deutsches Historisches Museum (DHM): HOLOCAUST – Der nationalsozialistische Völkermord und die Motive seiner Erinnerung.. Abgerufen am 22. Mai 2009.
  17. Georg Bönisch, Jan Friedmann, Cordula Meyer, Michael Sontheimer, Klaus Wiegrefe: Der dunkle Kontinent (PDF), In: DER SPIEGEL, Heft 21, 2009, Seite 82–92, Zitat Seite 82, ISSN 0038-7452, Online-Ausgabe, abgerufen am 2.12.2010.
  18. Heike Polster: Der Holocaust im Film. Mediale Inszenierung und kulturelles Gedächtnis, In: Monatshefte, Volume 101, Number 4, Winter 2009, Seite 608–610, ISSN 0026-9271, doi:10.1353/mon.0.0185, abgerufen am 2.12.2010.
  19. Mahnmal für Genozid an Sinti und Roma: Ein „Spiegel unendlicher Trauer“, TAZ am 24.10.2012
  20. Éva Kovács: »Die nicht in Anspruch genommene Erfahrung«. Zwei fehlende Sätze über die ungarische Shoa (PDF), Wien, Budapest, Seite 4–5, In: Heidemarie Uhl (Hrsg.): Zivilisationsbruch und Gedächtniskultur. Das 20. Jahrhundert in der Erinnerung des 21. Jahrhunderts, Studienverlag, Innsbruck et al, 2003, Seite 209–221, abgerufen am 2.12.2010; Zitiert nach http://www.kakanien.ac.at/.
  21. 21,0 21,1 Informationszentrum für Nachrichtendienst und Terror im Israelischen Zentrum für das Erbe und Gedenken des Nachrichtendienstes (IICC): Der zeitgenössische arabisch-muslimische Antisemitismus: Bedeutung und Auswirkungen (PDF), 17.4.2008, Seite 102 und 128, abgerufen am 5.9.2014.



Holocaust (Englisch)[Bearbeiten]

Substantiv[Bearbeiten]

Singular Plural
the Holocaust the Holocausts

Anmerkung zum Gebrauch:

Ob das Wort "Holocaust" eine Bezeichnung für den Massenmord an 11–12 Millionen Menschen oder nur für die Genozid an 6 Millionen Juden ist, ist heiß umstritten.[1]

Worttrennung:

Hol·o·caust oder Ho·lo·caust, Plural: Hol·o·causts oder Ho·lo·causts

Aussprache:

IPA: amerikanisch: [ˈhɑləkɔst] oder [ˈhoʊləkɔst], Plural: [ˈhɑləkɔsts] oder [ˈhoʊləkɔsts]
IPA: britisch: [ˈhɒləkɔːst], Plural: [ˈhɒləkɔːsts]
IPA: in Mundarten, in denen /ɔ/ und /ɑ/ zusammengefallen sind ("cot-caught merger"): [ˈhɑləkɑst], Plural: [ˈhɑləkɑsts]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] im einschließenden Gebrauch des Wortes: die von den Nationalsozialisten durchgeführte, massenhafte, systematische Verfolgung und Vernichtung von 11–12 Millionen Menschen
[2] im eingeschränkten Gebrauch des Wortes: nur die von den Nationalsozialisten durchgeführte, massenhafte, systematische Verfolgung und Vernichtung von 6 Millionen Juden
[3] alternative Schreibweise von holocaust

Beispiele:

[1] The Holocaust's magnitude of destruction numbered more than 12 million deaths, including 6 million Jews and 1.5 million children.[2]
[1] World War II, history's deadliest military conflict, accounted for 72 million of these deaths, 47 million civilians in total, 12 million of whom were murdered in the Holocaust.[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Englischer Wikipedia-Artikel „Holocaust
[3] Englischer Wikipedia-Artikel „Nuclear holocaust
[2] Oxford Dictionaries Online „Holocaust
[1, 2] Macmillan Dictionary: „Holocaust“ (britisch), „Holocaust“ (US-amerikanisch)
[1, 2] Merriam-Webster Online Thesaurus „Holocaust
[2] Dictionary.com Englisch-Englisches Wörterbuch, Thesaurus und Enzyklopädie „Holocaust
[*] PONS Englisch-Deutsch, Stichwort: „Holocaust
[*] dict.cc Englisch-Deutsch, Stichwort: „Holocaust
[*] LEO Englisch-Deutsch, Stichwort: „Holocaust

Ähnliche Wörter:

holocaust, Holokauston, Holokaustum

Quellen:

  1. siehe zum Beispiel das Buch von Edward T. Linenthal, Preserving Memory: The Struggle to Create America's Holocaust Museum (Columbia University Press; 15 Oktober 2001; ISBN-10: 0231124074; ISBN-13: 978-0231124072)
  2. Sheila Jackson Lee, in einer Rede vom 27. April 2006, herausgegeben in dem Congressional Record des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten, 152. Band, 5. Teil, Seite 6309
  3. Jonathan C. Friedman (Redakteur), The Routledge History of the Holocaust (2001), Seite 1