Heimweh

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Heimweh (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Heimweh
Genitiv des Heimwehs
Dativ dem Heimweh
Akkusativ das Heimweh

Worttrennung:

Heim·weh, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈhaɪ̯mˌveː]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] Sehnsucht nach der Heimat

Herkunft:

Heimweh entstand am Ende des 16. Jahrhunderts wahrscheinlich in der Schweiz.[1] Vermutlich wurde das Wort erstmals von Johann Jacob Scheuchzer im Journal „Seltsamer Naturgeschichten des Schweizer-Lands wochentliche Erzehlung“ vom 20. Mai 1705 benutzt.[2] Zunächst diente es als Name für eine entsprechende Krankheit. Nachdem dieser Gebrauch aber aufgegeben worden war, breitete sich das Substantiv ab 1750 mit seiner heutigen Bedeutung aus.[1]

Synonyme:

[1] Nostalgie
[1] veraltet: Schweizer Krankheit (da die klinisch manifeste Form zuerst bei im Ausland lebenden Schweizern beobachtet wurde)

Gegenwörter:

[1] Fernweh

Beispiele:

[1] Immer wenn der kleine Francesco seine Großeltern in Uelzen besuchte, litt er unter Heimweh.
[1] Wann immer Susaska Sachsen verlässt, befällt sie augenblicklich starkes Heimweh.
[1] „Auch Anna Zakrzewska bestätigt das Heimweh ihrer Familie.“[3]
[1] „Schon während ich das alles aufschrieb, spürte ich, dass ich etwas Heimweh bekam.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Heimweh
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Heimweh
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Heimweh
[1] canoo.net „Heimweh
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonHeimweh

Quellen:

  1. 1,0 1,1 Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, unter „Heim“, Seite 525
  2. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Heimweh
  3. Hans-Dieter Rutsch: Aus Mechthild wurde Magda. In: Als die Deutschen weg waren. Was nach der Vertreibung geschah: Ostpreußen, Schlesien, Sudetenland. 6. Auflage. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Rheinbek 2013, ISBN 978-3-499-62204-5, Seite 25-83, Zitat Seite 68.
  4. Hanns-Josef Ortheil: Die Berlinreise. Roman eines Nachgeborenen. Luchterhand, München 2014, ISBN 978-3-630-87430-2, Seite 70.