Gode
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[Bearbeiten] Gode (Deutsch)
[Bearbeiten] Substantiv, m
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Gode | die Goden |
| Genitiv | des Goden | der Goden |
| Dativ | dem Goden | den Goden |
| Akkusativ | den Goden | die Goden |
Worttrennung:
- Go·de, Plural: Go·den
Aussprache:
- IPA: [ˈɡoːdə], Plural: [ˈɡoːdn̩]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
Bedeutungen:
- [1] im alten Island „(heidnischer) Priester und Häuptling“[1], Eigentümer der Tempel und Leiter der Gemeinden mit geistlichen und weltlichen Aufgaben[2]
Herkunft:
- altnordisch „gođi“ „Priester“[3]
Sinnverwandte Wörter:
- [1] Priester
Beispiele:
- [1] „Die Reichsten und Vornehmsten nannten sich Goden, wobei gođi »Tempelbesitzer« bedeutet. Die Aufgabe der Goden war es, die religiösen Bräuche zu zelebrieren, Tempel für die Götter zu bauen und Opfer darzubringen.“[4]
- [1] „Dies waren die schon oft genannten Goden, die auch den Dienst des Priesters versahen.“[5]
- [1] „Ein ehrgeiziger, skrupelloser Mann Sámr tritt auf den Plan, und ihm gelingt es, den mächtigen Goden zu demütigen, indem er ihn an den Beinen aufhängt und von seinem Hofe vertreibt.“[6]
Abgeleitete Begriffe:
[Bearbeiten] Übersetzungen
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
Ähnliche Wörter:
Quellen:
- ↑ Walter Baetke: Wörterbuch zur altnordischen Prosaliteratur. 5., unveränderte Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1993. ISBN 3-05-000168-2.
- ↑ Hans Kuhn: Das alte Island. Diederichs, Düsseldorf/Köln 1971, Seite 109f. ISBN 3-424-00403-0.
- ↑ Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Stichwort „Gode“.
- ↑ Carmen Rohrbach: Auf der Insel der Gletscher und Geysire. Meine Zeit in Island. Malik, München 2011, S. 99. ISBN 978-3-89029-385-1. Kursiv gedruckt: „gođi“.
- ↑ Hans Kuhn: Das alte Island. Diederichs, Düsseldorf/Köln 1971, Seite 163f. ISBN 3-424-00403-0.
- ↑ Jan de Vries: Altnordische Literaturgeschichte. Band II: Die Literatur von etwa 1150 bis 1300. Die Spätzeit nach 1300. Zweite, völlig neubearbeitete Auflage. de Gruyter, Berlin 1967, S. 440.