Geste
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[Bearbeiten] Geste (Deutsch)
[Bearbeiten] Substantiv, f
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[2] Eine der Gesten des 20. Jhd., die den Wunsch nach Frieden im Nahen Osten versinnbildlicht: Handschlag zwischen Jassir Arafat und Jitzchak Rabin nach der Unterzeichnung des Autonomieabkommens in Washington, 13.09.1993
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| Kasus | Singular | Plural | |||||||
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| Nominativ | die Geste | die Gesten | |||||||
| Genitiv | der Geste | der Gesten | |||||||
| Dativ | der Geste | den Gesten | |||||||
| Akkusativ | die Geste | die Gesten | |||||||
Worttrennung:
- Neue Rechtschreibung: Ges·te, Plural: Ges·ten
- Alte Rechtschreibung: Ge·ste, Plural: Ge·sten
Aussprache:
- IPA: [ˈɡeːstə], [ˈɡɛstə], Plural: [ˈɡeːstn̩], [ˈɡɛstn̩]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
Bedeutungen:
- [1] bildhaftes oder konventionelles Zeichen durch Bewegungen der Hände, Arme, Schultern, Fingern, des Kopfes, Gesichts, Oberkörpers und bestimmten Fingerkonfigurationen zwecks Kommunikation, oft nur einzeln ausgeführt gleichwertig einer Interjektion oder satzähnlich angereiht
- [2] die Rede begleitende Ausdrucksbewegung
- [a] spontane oder bewusst eingesetzte, ausdrucksvolle Bewegung des Körpers, besonders der Hände und des Kopfes, die jemandes Worte hervorhebend begleitet oder ersetzt (und eine bestimmte innere Haltung ausdrückt)
- [b] (bezüglich Musical, Oper, Theater) bewusste symbolhaft verdeutlichende Körperbewegungen, die zur Kommentierung des Gesagten bzw. Gesungenen dienen
- [3] übertragenen: symbolträchtige Handlung, sinnbildhaftes Zeichen oder zeichenhafte Mitteilung, die (als unverbindliche Höflichkeitsformel) etwas indirekt ausdrücken soll
- [4] Informatik: bestimmte Aktionen auslösende Bewegung mit einer Maus oder einem stiftbasierten Eingabegerät
Herkunft:
- Ende des 15. Jahrhunderts aus lateinisch gestus → la "Gebärdenspiel des Schauspielers, Schaustellers oder Redners" entlehnt; seinerseits deverbativ zu gerere "tragen; zur Schau tragen; aus-, vollführen; (reflexiv) sich benehmen"; zunächst in der lateinischen Form, dann aus dem Plural gesten zurückgebildet; gleichfalls von altfranzösisch geste in der Bedeutung von "Geschichte, Erzählung von Abenteuern" beeinflusst, sowie unter späterem mittelniederländischen Einfluss zur heutigen Bedeutung von "Hand- oder Körperbewegung" erweitert.
Synonyme:
- [1–3] österreichisch: Deuter, Gebärde, Handzeichen
Oberbegriffe:
- [1–3] Ausdruck, Ausdrucksweise
Unterbegriffe:
- [1, 2] Achselzucken, Augenrollen, Handauflegen, Kopfschütteln, Nicken, Umarmung, Winken, Zwinkern
- [3] Entgegenkommen, Gestus
Beispiele:
- [1] In Gesten versuchte der Reisende den Zweck seiner Reise den Einheimischen zu erklären.
- [2a] Er unterstützte seine Rede durch eindringliche Gesten.
- [2b] Die Gesten des Schauspielers beeindruckten.
- [3] Dass Israels Ministerpräsident Ehud Olmert die arabischen Staatschefs zum Friedensgipfel eingeladen hat, ist eine kleine Sensation. Wie ernst es ihm damit ist und ob es wirklich dazu kommt, ist dabei nicht entscheidend. Die Geste an sich zählt.[1]
Redewendungen:
- [1] jemanden mit beredten Gesten ins Haus bitten oder jemanden mit einer einladenden Geste ins Haus bitten
- [1, 2] mit einer einladenden Geste auf etwas deuten
- [3] die Geste zählt
Charakteristische Wortkombinationen:
- [1] eine abwehrende Geste, eine beruhigende Geste, eine fahrige Geste, eine feierliche Geste, eine hilflose Geste, eine unwillige Geste, eine verlegene Geste, eine zustimmende Geste
- [2] seine Worte durch heftige Gesten unterstreichen, mit ausholenden Gesten begleiten, mit großen Gesten begleiten, mit beschwörenden Gesten, mit einfachen Gesten, mit lebhaften Gesten, mit pathetischen Gesten, mit sparsamen Gesten
- [3] freundliche Geste, höfliche Geste, leere Geste
Abgeleitete Begriffe:
- [1, 2] gestenhaft, gestisch
- [3] gestenträchtig
[Bearbeiten] Übersetzungen
Dialektausdrücke:
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1, 2] Wikipedia-Artikel „Geste“
- [1, 2] Commons-Eintrag: Bilder, Videos oder Audiodateien zu „Gesten“
- [1, 2] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Geste“
- [1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Geste“
- [1, 2] canoo.net „Geste“
- [1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Geste“
- [?] The Free Dictionary „Geste“
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Quellen:
- ↑ taz, Olmerts Einladung nach Israel zeugt vom Tauwetter in Nahost - Die Geste zählt, 03.04.2007
- ↑ 2,0 2,1 Altenhofen, Cléo Vilson (1996): Hunsrückisch in Rio Grande do Sul. Ein Beitrag zur Beschreibung einer deutschbrasilianischen Dialektvarietät im Kontakt mit dem Portugiesischen. Mit 77 Karten. Com um resumo em português. - Stuttgart: Steiner. (Mainzer Studien zur Sprach- und Volksforschung. 21.)
- ↑ 3,0 3,1 3,2 Louden, Mark (1988 [Reprint 2004]): Bilingualism and Syntactic Change in Pennsylvania German. Michigan: UMI.
- ↑ 4,0 4,1 4,2 Danner, Edwin R. (1961): Pennsylvania Dutch Colloquialisms. York, Pennsylvania
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