Gebärdensprache

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Gebärdensprache (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ die Gebärdensprache die Gebärdensprachen
Genitiv der Gebärdensprache der Gebärdensprachen
Dativ der Gebärdensprache den Gebärdensprachen
Akkusativ die Gebärdensprache die Gebärdensprachen
[1] Dolmetscher für Gebärdensprache bei einem Schwimmwettbewerb für Gehörlose (2007)

Worttrennung:

Ge·bär·den·spra·che, Plural: Ge·bär·den·spra·chen

Aussprache:

IPA: [ɡəˈbɛːɐ̯dn̩ˌʃpʀaːχə], Plural: [ɡəˈbɛːɐ̯dn̩ˌʃpʀaːχn̩]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] „Zeichensprache“, Sprache der Gehörlosen mit gestischen und mimischen Ausdrücken (Gebärden)

Synonyme:

[1] Taubstummensprache (fälschlicherweise vom Ausdruck „taubstumm“ abgeleitet, wobei Gehörlose nicht notwendigerweise stumm sind und dies daher auch als Beleidigung aufgefasst werden kann)

Sinnverwandte Wörter:

[1] Zeichensprache

Oberbegriffe:

[1] Sprache

Beispiele:

[1] Die Gebärdensprache ist als Sprache akzeptiert.
[1] „Die Erkenntnis, daß Gebärdensprachen Sprachsysteme darstellen, die den Lautsprachen analog sind, entwickelte sich aber erst seit Mitte der 1960er Jahre.“[1]
[1] „Es gibt ja auch unter Menschen Gebärdensprachen, wenn die Lautsprache aus irgendeinem Grund nicht angewendet werden kann oder soll, wie z. B. bei Taubstummen, bei Trappisten, deren Ordensregel das Sprechen verbietet, oder in gesellschaftlichen Schichten, die auf geheime Verständigung Wert legen.“[2]
[1] „Besser, so scheint es, steht es mit der sogenannten Geberdensprache; der Eine macht dem Anderen ein sichtbares Zeichen, das dieser so versteht und nur so verstehen kann, wie es von Jenem gemeint ist.“[3]
[1] „Die Gebärdensprache tritt ein ins Zeitalter ihrer technischen Reproduzierbarkeit.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Gebärdensprache
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Gebärdensprache
[1] canoo.net „Gebärdensprache
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonGebärdensprache

Quellen:

  1. Helmut Glück (Hrsg.), unter Mitarbeit von Friederike Schmöe: Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage, Stichwort: „Gebärdensprache“. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2005. ISBN 978-3-476-02056-7. Abkürzung aufgelöst.
  2. Walter Porzig: Das Wunder der Sprache. Probleme, Methoden und Ergebnisse der modernen Sprachwissenschaft. Dritte Auflage. Francke, Bern/München 1962, Seite 54.
  3. Georg von der Gabelentz: Die Sprachwissenschaft, ihre Aufgaben, Methoden und bisherigen Ergebnisse. Zweite, vermehrte und verbesserte Auflage herausgegeben von Albrecht Graf von der Schulenburg. Tauchnitz, Leipzig 1901. Mit einer Studie von Eugenio Coseriu neu herausgegeben von Gunter Narr und Uwe Petersen. Tübinger Beiträge zur Linguistik, Tübingen 1972, Seite 2. Gesperrt gedruckt: Geberdensprache, in dieser Schreibweise.
  4. Hilmar Schmundt: Prof. Haartolles Wortgestöber. In: DER SPIEGEL. Nummer Heft 34, 2011, Seite 106-109, Zitat Seite 106.