Droschke

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37. Wort der Woche.

[Bearbeiten] Droschke (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, f

[1] eine Droschke mit Pferd in Berlin (1924)
[2] eine motorisierte Droschke in Berlin (um 1905)
Kasus Singular Plural
Nominativ die Droschke die Droschken
Genitiv der Droschke der Droschken
Dativ der Droschke den Droschken
Akkusativ die Droschke die Droschken

Worttrennung:

Drosch·ke, Plural: Drosch·ken

Aussprache:

IPA: [ˈdʀɔʃkə], Plural: [ˈdʀɔʃkn̩], [ˈdʀɔʃkŋ̩]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Pferdefuhrwerk zur Beförderung von Personen
[2] Kraftfahrzeug zur Beförderung von Personen

Herkunft:

Droschke geht auf das russische дрожки (dróžki) → ru (leichte Kutsche) zurück, welches seinerseits ein Pluraletantum zu дрога (drogá) → ru (Verbindungsstange zwischen der hinteren und der vorderen Achse des Wagens) ist und dessen Pluralform дроги (drogí) → ru für ‚Wagen‘ und ‚Gefährt‘ steht.
Zum Ende des 18. Jahrhunderts hin lässt sich das Wort erstmalig bei den im Baltikum und in St. Petersburg lebenden Deutschen nachweisen und wird in der Folge insbesondere in Reiseberichten über Russland verwendet. Schließlich fand es größere Verbreitung in Berlin und kam von dort ins ganze deutsche Sprachgebiet.[1]
Auch nach der Umstellung von Pferdefuhrwerken auf motorisierte Fahrzeuge bleibt die Bezeichnung zunächst noch zum Teil erhalten.[2]

Synonyme:

[1] Mietkutsche, Pferdedroschke
[2] Kraftdroschke, Taxi, Taxometerdroschke

Oberbegriffe:

[1] Pferdefuhrwerk
[2] Automobil, Fahrzeug

Beispiele:

[1] In Wien kann man noch eine Fahrt mit einer Droschke machen.
[1] „Die Straßenbahn durften wir unentgeltlich benutzen, und Droschken waren spottbillig.“[3]

Abgeleitete Begriffe:

[1] Droschkenkutscher, Droschker

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Droschke
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonDroschke
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Droschke
[1] canoo.net „Droschke

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, „Droschke“, Seite 246
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, „Droschke“, Seite 217
  3. Joachim Ringelnatz: Als Mariner im Krieg. Diogenes, Zürich 1994, S. 138. ISBN 3-257-06047-5. (Der Text erschien unter dem Namen Gustav Hester im Jahr 1928.)
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