Diskussion:eine Lampe haben

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ursprünglich heißt das "alle Lampen an haben" und bedeutet soviel wie "betrunken sein"

Herkunft: Anfang des 19. Jh. wurde in großen Städten in Europa eine Beleuchtung der öffentlichen Straßen eingeführt. Anfangs wurde diese mit Rüböl betrieben, aber schon in den 30er Jahren des 19. Jh. wurde auf Gas umgestellt. Dresden und Lepzig hatten auf geheiß August des Starken ebenfalls sehr früh solche Straßenbeleuchtungen -Leipzig sogar etwas eher, dort war man fixer beim Installieren der Ölbeleuchtung. Um das abendliche Anzünden der Laternen zu bewerkstelligen wurden eigens Beleuchtungswärter angestellt. Bei der Ölbeleuchtung musste anfangs auch das Öl nachgefüllt werden. Dazu mussten die Laternen erklettert werden, was durch die Winzigkeit der Trittstufen und deren winterliche Vereisung zu einigen Unfällen führte. So beschloss man den Wärtern Alkohol zum Auftauen der Trittstufen mitzugeben. Der Verbrauch dieses Alkohols stieg allerdings in ungeahnte Höhen, da dieser am allerwenigsten zum Auftauen verwendet wurde. Auch beschwerten sich die Bürger bald über die Wärter, die angetrunken durch die Straßen torkelten. Bald wurde dem Alkohol per Ratsbeschluss Petroleum beigemischt, sodass er untrinkbar wurde.

"Alle Lampen an haben" heißt also, der Wärter hat seine Runde beendet und entsprechende Mengen seines "Enteisungsmittels" intus und ist dementsprechend stark betrunken.