Diathese

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Diathese (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Diathese die Diathesen
Genitiv der Diathese der Diathesen
Dativ der Diathese den Diathesen
Akkusativ die Diathese die Diathesen

Worttrennung:

Dia·the·se, Plural: Dia·the·sen

Aussprache:

IPA: [diaˈteːzə], Plural: [diaˈteːzn̩]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Linguistik/Sprachwissenschaft: das Geschehen in „täterabgewandt“ (Passiv) und „täterzugewandt“ (Aktiv) einordnende Kategorisierung des Verbs.
[2] Medizin: Veranlagung zu speziellen krankhaften Reaktionen

Herkunft:

von griechisch diáthesis „Zustand, Verfassung“

Synonyme:

[1] Aktionsform, Genus Verbi/Genus verbi
[2] konstitutionelle Prädisposition

Oberbegriffe:

[1] Grammatik

Unterbegriffe:

[1] Aktiv, Medium, Passiv

Beispiele:

[1] Die Diathese von „spiele“ im Beispiel „ich spiele Ball“ nennt sich Aktiv.
[1] „Bei den finiten Formen sind besonders die Diathesen zu erwähnen (die Unterscheidung zwischen Aktiv und Passiv; in der früheren Zeit gab es auch noch eine dritte, die funktionell häufig unserem Reflexivum entspricht, die mediale Diathese) sowie die Unterscheidung nach Tempus (Zeit) und Modus (Aussageart).“[1]

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] hämorrhagische Diathese, exudative Diathese

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Diathese
[?] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Diathese
[?] canoo.net „Diathese
[1] Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002. Stichwort: „Diathese“. ISBN 3-520-45203-0.
[1] Helmut Glück (Hrsg.), unter Mitarbeit von Friederike Schmöe: Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage, Stichwort: „Diathese“. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2005. ISBN 978-3-476-02056-7.
[1, 2] Duden. Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4., aktualisierte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, Stichwort: „Diathese“. ISBN 3-411-04164-1.

Quellen:

  1. Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. de Gruyter, Berlin/ New York 2002, S. XXXV. ISBN 3-11-017472-3. Fett gedruckt: Diathesen, mediale, Tempus und Modus.