Dialekt

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[Bearbeiten] Dialekt (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, m

Kasus Singular Plural
Nominativ der Dialekt die Dialekte
Genitiv des Dialekts
des Dialektes
der Dialekte
Dativ dem Dialekt den Dialekten
Akkusativ den Dialekt die Dialekte

Silbentrennung:

Di·a·lekt, Plural: Di·a·lek·te

Aussprache:

IPA: [diaˈlɛkt], Plural: [diaˈlɛktə]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Linguistik, Dialektologie: die ursprüngliche, landschaftlich verschiedene Redeweise einer Region im Gegensatz zur dort geltenden Schrift- und Umgangssprache (Hochsprache)

Herkunft:

Das Wort wurde im 16. Jahrhundert aus lateinisch dialectus → la entlehnt, das seinerseits auf griechisch διάλεκτος (dialektos) → grc „Unterredung, Redeweise, Mundart“ zurückgeht.[1]

Synonyme:

[1] Mundart

Gegenwörter:

[1] Hochsprache, Idiolekt, Soziolekt

Oberbegriffe:

[1] Sprachvarietät

Unterbegriffe:

[1] Großdialekt, Kulturdialekt, Regionaldialekt, Stadtdialekt

Beispiele:

[1] Du sprichst aber einen sehr starken Dialekt.
[1] Hessisch ist ein mitteldeutscher Dialekt.
[1] Dialekte gehören zum Diasystem einer Sprache.
[1] Der Wortschatz von Dialekt und Hochsprache stimmt oft weitgehend überein, wird aber im Dialekt leicht bis für Auswärtige unkenntlich abgewandelt ausgesprochen.
[1] „Das aus dem Griechischen stammende Wort Dialekt bezeichnete dort die regionaltypische Ausprägung einer Sprache in einer bestimmten Landschaft. Der Sprachreformer Philip von Zesen (er lebte von 1619 bis 1689) hat den fremdsprachlichen Ausdruck eingedeutscht; seither existiert der Ausdruck ‚Mundart‘, ist aber stets als künstliche Wortprägung empfunden und nie recht volkstümlich geworden.“[2]
[1] „Der Rückgang des Dialekts bei den mittleren Jahrgängen hängt mit dem Berufsleben zusammen...“[3]
[1] „Im Vergleich mit anderen Sprachvarietäten können Dialekte als recht eigenständige Varietäten angesehen werden.“[4]

Abgeleitete Begriffe:

[1] dialektal, Dialektforschung, Dialektgeographie, Dialektkontinuum, Dialektologie, Dialektometrie

[Bearbeiten] Übersetzungen

Dialektausdrücke:

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Dialekt
[1] Goethe-Wörterbuch „Dialekt
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Dialekt
[1] canoo.net „Dialekt
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonDialekt
[1] The Free Dictionary „Dialekt

Quellen:

  1. Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. de Gruyter, Berlin/ New York 2002, Stichwort: „Dialekt“. ISBN 3-11-017472-3.
  2. Christoph Gutknecht: Lauter böhmische Dörfer. Wie die Wörter zu ihrer Bedeutung kamen. Beck, München 1995, S. 101. ISBN 3-406-39206-7. Kursiv gedruckt: Dialekt und Mundart.
  3. Hermann Bausinger: Deutsch für Deutsche. Dialekte, Sprachbarrieren, Sondersprachen. Aktualisierte Neuausgabe. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/M. 1984, S. 12. ISBN 3-596-26491-X.
  4. Peter Braun: Tendenzen in der deutschen Gegenwartssprache. Sprachvarietäten. 4. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart/ Berlin/ Köln 1998, S. 101. ISBN 3-17-015415-X. Kursiv gedruckt: eigenständige Varietäten.

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