Abgesang

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Abgesang (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Abgesang die Abgesänge
Genitiv des Abgesangs
des Abgesanges
der Abgesänge
Dativ dem Abgesang
dem Abgesange
den Abgesängen
Akkusativ den Abgesang die Abgesänge

Worttrennung:

Ab·ge·sang, Plural: Ab·ge·sän·ge

Aussprache:

IPA: [ˈapɡəˌzaŋ], Plural: [ˈapɡəˌzɛŋə]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Verslehre: abschließender Strophenteil
[2] gehoben: ein Kommentar, eine Gedenkrede – meist lobend – über etwas, das bald untergehen wird
[3] ein letztes Werk, insbesondere eines Dichters oder Komponisten

Herkunft:

Derivation (Ableitung) des Substantivs Gesang mit dem Präfix ab-

Synonyme:

[1] Gebände

Sinnverwandte Wörter:

[?] Epode, Schlussgesang, Nachgesang

Gegenwörter:

[?] Aufgesang

Beispiele:

[1] Die Strophe besteht aus zwei Teilen: Aufgesang und Abgesang.
[2] „Und da häufig Ankündigung mit tatsächlicher Politik verwechselt wird, findet regelmäßig ein Abgesang auf die FDP statt: Sie habe sich schlicht überflüssig gemacht, weil ja die anderen Parteien ihr liberales Profil schärfen.“[1]
[2] „Forsters Rede vor dem Konvent klingt angesichts des drohenden Bombenregens aus den kaiserlichen Geschützen fast schon wie ein trotziger Abgesang.“[2]
[2] „Nur wenige Stunden vor dem feierlichen Abgesang auf die Ära Koch in der hessischen Landespolitik hatte sein designierter Nachfolger, Noch-Innenminister Volker Bouffier, seine künftige Regierungsmannschaft vorgestellt.“[3]
[3] Sein neustes Buch liest sich wie ein Abgesang, als wolle er danach nicht mehr schreiben.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Abgesang
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Abgesang
[1, 3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Abgesang
[*] canoo.net „Abgesang
[2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonAbgesang
[1–3] Duden online „Abgesang

Quellen:

  1. Andreas Middel: Verwaister Liberalismus. In: Welt Online. 8. Januar 2005, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 26. Februar 2013).
  2. Andreas Molitor: Nie wieder Untertan. Die erste Republik. In: Zeit Online. Nummer 03/2010, 5. September 2010, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 26. Februar 2013).
  3. Christoph Schmidt Lunau: Roland Koch: Abschied im Fackelschein. In: Zeit Online. 31. August 2010, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 26. Februar 2013).