Überfluss

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Überfluss (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Überfluss
Genitiv des Überflusses
Dativ dem Überfluss
dem Überflusse
Akkusativ den Überfluss
[2] im Überfluss leben

Veraltete Schreibweisen:

Überfluß

Worttrennung:

Neue Rechtschreibung: Über·fluss
Alte Rechtschreibungen: Ü·ber·fluss (bis 31. Juli 2006), Über·fluß (bis 31. Juli 1998)

Aussprache:

IPA: [ˈyːbɐflʊs]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] eine über den Bedarf vorhandene Menge an etwas
[2] eine Lebenslage, die mehr als das zum Leben Notwendige bietet

Herkunft:

Synonyme:

[1] Überfülle, Übermaß, Überschuss, Üppigkeit
[2] Luxus, Reichtum, Wohlstand

Gegenwörter:

[1] Knappheit, Mangel
[2] Armut, Bedürftigkeit, Elend, Not

Oberbegriffe:

[1] Menge
[2] Lebensbedingung, Lebenslage, Lebensumstand

Unterbegriffe:

[1] Auswuchs, Überangebot, Unerschöpflichkeit, Unmenge, Vielheit
[2] Geldüberfluss, Kapital, Mammon, Verschwendung

Beispiele:

[1] Denn hier findet sich der ganze Wahnsinn einer Industriegesellschaft wieder, die glaubt, fossile Energie im Überfluss zu haben.[2]
[1] „Sonnenenergie ist mit dem Faktor 10.000 im Überfluss vorhanden“, so Hubert Fechner, Geschäftsfeldleiter für Erneuerbare Energietechnologien bei Arsenal Research.[3]
[1] Telekom-Guru George Gilder geht trotzdem davon aus, dass es Bandbreite auf Dauer im Überfluss gibt.[4]
[2] "Was krank macht, ist gut; was aus der Fülle, aus dem Überfluss, aus der Macht kommt, ist böse" so empfindet der Gläubige.[5]
[2] Dem zufälligen Mangel in einer einzelnen Provinz wurde sofort durch den Überfluss ihrer begünstigteren Nachbarn abgeholfen.[6]
[2] Ein Mann aber trat aus der Menge heraus und sprach voll Bitterkeit und sagte: "Herr weißt du nicht, dass das Leben der Armen aus dem Überfluss des Reichen strömt? …"[7]

Redewendungen:

zu allem Überfluss — ein schlechtes Ereignis vermehrt einen Unglücksfall

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Adressen, Alkohol, alles, Angebote, Arbeit, Armut, Attraktionen, Brot, Chancen, Elend, Energie, Essen, Früchte, Funktionen, Gefahr, Geld, Genuss, Gesellschaft, Gewürze, Gut, Holz, Hunger, Ideen, Informationen, Kleinanzeigen, Kohlenstoff, Kraft, Leben, Lebensmittel, Leistung, Licht, Liebe, Liquidität, Mangel, Mangelernährung, Milch, Musik, Nährstoffe, Nahrung, nichts, Obst, Öl, Personal, Regen, Sand, Schnee, Software, Sonnenschein, Spam, Spaß, Speicher, Strom, Talent, Trinkwasser, überleben, Wald, Waren, Wärme, Wasser, Wind, Wüste, Zeit im Überfluss
[2] im Überfluss leben, produzieren, vorhanden
[2] materieller, wachsender Überfluss

Wortbildungen:

Überflussgesellschaft, überflüssig, überflüssigerweise

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Überfluss
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „überfluß
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Überfluss
[1] canoo.net „Überfluss
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonÜberfluss

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1727, Eintrag „Überfluss“.
  2. Christoph Chorherr: Mit Kettensäge Butter schneiden. In: DiePresse.com. 10. September 2007 (URL, abgerufen am 7. Oktober 2012).
  3. Matthias Raftl: Erneuerbare Energie: Die Zeichen der Zeit erkennen. In: DiePresse.com. 25. Mai 2007 (URL, abgerufen am 7. Oktober 2012).
  4. Ludwig Siegele: Der Regenbogen im Kabel. In: Zeit Online. 8. Juli 1999, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 7. Oktober 2012).
  5. Friedrich Wilhelm Nietzsche: Der Antichrist. In: Projekt Gutenberg-DE. Kap. 50 (URL).
  6. Edward Gibbon: Auszug aus: Verfall und Untergang des Römischen Reiches. In: Projekt Gutenberg-DE. Band 1, Kap.2, Früchte · Wein · Oliven · Flachs (URL).
  7. Oscar Wilde: Der junge König. www.rosengarten-dresden.de, abgerufen am 7. Oktober 2012.

Ähnliche Wörter:

Überdruss, Überfleiß, Überflug